






Vintage Herren-Kimono – Graublau mit dreifarbigem Webmuster
Vintage - gut
Drei Farben, die man für eine hält
Auf dem Produktfoto ist dieser Kimono grau. Auf der Makroaufnahme sind es drei Farben: ein fast schwarzer Grund, darin blaue Punkte in dichten Reihen, dazwischen cremeweiße Striche. Erst im Zusammenspiel ergibt sich der graublaue Ton, den man aus normaler Entfernung wahrnimmt.
Das ist kein Nebeneffekt, sondern das Konstruktionsprinzip. Solche Stoffe entstehen nicht durch Färben einer Fläche, sondern durch das Anordnen verschiedenfarbiger Fäden – und genau deshalb wirkt der Kimono nie flach. Je nachdem, wie das Licht fällt, tritt mal das Blau hervor, mal das Creme.
Warum das Muster so klein ist
Weil es nicht gesehen werden soll. Japanische Herren-Kimono sind nie darauf angelegt gewesen, aus der Ferne zu wirken – sie haben keine Motive, keine Symbolik, keine Farbakzente nach außen. Was sie haben, ist Material. Wer nah genug herankommt, sieht die Arbeit. Alle anderen sehen einen ruhigen grauen Kimono, und das ist völlig in Ordnung so.
Und innen: Dunkelblau
Schlägt man ihn auf, kommt ein sattes Blau zum Vorschein, das von außen niemand vermuten würde. Nach außen Zurückhaltung, nach innen Farbe – ein Prinzip, das die japanische Herrenmode seit Jahrhunderten kultiviert. Sichtbar wird das Futter nur für den Träger und für den kurzen Moment, in dem er den Kimono ablegt.
Zustand
Guter Vintage-Zustand. Auf der Vorderseite rechts unten befindet sich ein kleiner Fleck, abgebildet auf den Detailfotos. Auf dem dunklen, dicht gemusterten Stoff fällt er im getragenen Zustand kaum auf – und er sitzt weit unten, also außerhalb des Blickfelds. Ansonsten keine auffälligen Gebrauchsspuren.
Maße
- Gesamtlänge: 136,5 cm
- weitere Maße siehe Bilder
Wozu er passt
Graublau ist der unauffälligste und damit brauchbarste Ton, den ein Kimono haben kann. Zum klassischen Kaku Obi funktioniert praktisch jede Farbe, ohne dass sich etwas beißt. Über Jeans und Shirt getragen sieht er aus wie ein langer, leichter Mantel und nicht wie ein Kostüm. Und für Kampfkunst, Cosplay oder Fotoshootings ist ein dezenter Kimono ohnehin fast immer die richtigere Wahl als ein auffälliger.
Handverlesen in Japan
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