






Ungetragen: Vintage Herren-Kimono – Dunkelblau mit blauem Punktmuster
Vintage - ungetragen
Genäht, gefaltet, vergessen
An den Nähten dieses Kimono sitzen noch die Heftfäden. Shitsuke-ito heißen sie – lose Fäden, die eine japanische Schneiderin nach dem Nähen einzieht, damit Kanten und Falten während der Lagerung ihre Form halten. Sie sind Verpackung, nicht Kleidung, und werden vor dem ersten Anziehen entfernt.
Hier sind sie unberührt geblieben. Irgendwann wurde dieser Kimono genäht, sorgfältig gefaltet und weggelegt – und dann nie wieder hervorgeholt, bis wir ihn Jahrzehnte später in Japan gefunden haben. Von allen Zuständen, die ein Vintage-Stück haben kann, ist das der seltenste.
Blaue Punkte, doppelt gerahmt
Der Grund ist ein tiefes Dunkelblau. Darin eingewebt sitzen kleine blaue Punkte in gleichmäßigen Reihen, jeder von einem noch feineren grauen Rechteck umschlossen – zwei Musterebenen, die aus normaler Entfernung eine einzige Farbe ergeben und erst auf kurze Distanz auseinanderfallen.
Genau so war es gedacht. Der japanische Herren-Kimono trägt seine Gestaltung nicht nach außen. Wer nah genug herankommt, findet sie – und das ist im Alltag meist nur der Träger selbst.
Zustand
Ungetragen, mit erhaltenen Heftfäden. Auf der Vorderseite rechts oben befindet sich ein kleiner Fleck, den Du auf den Detailfotos sehen kannst – er stammt aus der langen Lagerung, denn getragen wurde der Kimono nie. Auf dem dunklen, gemusterten Grund fällt er wenig auf. Ansonsten keine Verfärbungen, keine offenen Nähte, keine Fadenfehler.
Maße
- Gesamtlänge: 138 cm
- weitere Maße siehe Fotos
Wie Du ihn benutzt
Ein ungetragener Kimono verführt dazu, ihn im Schrank zu lassen. Er wurde aber zum Tragen genäht, auch wenn es Jahrzehnte gedauert hat. Klassisch mit Juban, Kaku Obi, Tabi und Geta ergibt sich ein vollständiges japanisches Outfit. Über Jeans und Shirt getragen wird daraus ein langer, leichter Mantel – und Dunkelblau schließt dabei praktisch nichts aus.
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